KV-Vorschriften



Internationale Klassenvorschriften 8 m One Design  
 
1 Ziel der 8m One Design
1.1 Die 8m O.D. wurde entworfen, um die neue Nachfrage nach unverfälschtem Segelspaß für die bestehende Segelgesellschaft zu befriedigen und erfolgreich Neueinsteiger für den Sport zu begeistern. Die Absicht dieser Regeln ist es, eine strenge one-design Klasse zu bewahren, die erschwingliches Segeln ermöglicht.
1.1.1 Diese Regeln können von Eignerversammlungen, nationalen und internationalen 8m O.D. Klassenvereinigungen überdacht und weiterentwickelt werden, um die Ziele von Punkt 1.1 besser zu erreichen. 1.2 Alle Schiffe sollen mit offiziellen Plänen, technischen Angaben und den Klassenvorschriften übereinstimmen. Keine Veränderung oder Weiterentwicklungen sind erlaubt, wenn sie nicht ausdrücklich in allgemeingültigen Klassenvorschriften dargelegt sind.
1.3 Alle Schiffe müssen in von der Klasse gebilligten Formen hergestellt werden, einschließlich Rumpf, Deck, Kielflügel, Kielkasten, Kielbombe und Ruderblatt.

2 Verwaltung / Handhabung
2.1 Ermächtigungen: Die Verwaltungsbefugnis liegt bei der Internationalen 8m O.D. Vereinigung, in Zusammenarbeit mit nationalen Segelverbänden. Dabei sollen in allen Belangen diese Regeln beachtet werden. 2.2 Sprache: Die offizielle Sprache der Klasse ist Englisch. The word „shall“ is mandatory. The word “may” is permissive.
2.3 Hersteller: Alle 8m One Designs werden nur von dafür lizenzierten Herstellern unter dem Urheberrecht von Cirkalo Bt.  (Ungarn) erbaut und müssen genau den Bauvorschriften von Cirkalo Bt. entsprechen
2.4 Registrierung
2.4.1 Kein Schiff kann als 8m O.D. gelten, wenn es nicht über eine Seriennummer  von Cirkalo Bt. oder einem lizenzierten Partner zugeteilte Seriennummer verfügt, die in den Querbalken am Heck eingeformt ist.
2.4.2 Die Segelnummer muss identisch sein mit der Rumpfnummer, ein Landeskennzeichen kann hinzugefügt werden. Alternativ kann eine andere Nummer verwendet werden, allerdings nicht nach dem 1 Januar 1996.
2.4.3 Kein Schiff soll an einem Rennen teilnehmen, ohne dass der/die Eigentümer und Skipper Mitglied in der Klassenvereinigung sind.
2.4.4 Kein Schiff soll ohne eine aktuelle Klassenvereinigungsmitgliedschaft regattieren. Der Sticker der Klassenvereinigung muss an der oberen Ecke des Heckspiegels angebracht sein.
2.5 Vermessung
2.5.1 Die Schiffe werden nur von einem offiziellen Vermesser der 8m O.D. vermessen, der von der nationalen Klassenvereinigung berufen (genehmigt) wurde.
2.5.2. Alle Vermessungen müssen in Übereinstimmung mit den „ISAF Equipment Rules of Sailing“ ausgeführt werden.
2.6 Werbung
2.6.1 Werbung muss den übergeordneten Regeln der Klassenvereinigung entsprechen.

3 Konstruktion

3.1 Allgemein: Rumpf, Deck, Inneneinrichtung, Kielflosse, Kielbombe Ruderanlage und Pinne müssen mit den Bauplänen übereinstimmen und werden ausschließlich in von der Klasse anerkannten Formen von durch der Urheberrechtsinhaber (Seaway) lizenzierten Herstellern erbaut. Beschläge, Mast, Baum, Spinnakerbaum und Takelage muss den offiziellen Plänen entsprechen, keine Ausnahmen, außer den hierin genannten.

3.1.1 Absolut keine Veränderungen dürfen an Schiffsrumpf, Deck, Beschlagsanordnung, Inneneinrichtung, Kielflosse, Kielbombe, Ruderanlage, Pinne, Spinnakerbaum, Mast oder Baum vorgenommen werden. Schleifen ist an allen Teilen untersagt, außer bei Reparaturen oberflächlicher Beschädigungen oder fälligen Anstrichen und Antifouling-Arbeiten.

3.1.2 Schleifen ist an all diesen Teilen verboten außer wenn es Oberflächenbeschädigungen, Anstriche und Antifoulings erfordern. Filling ist verboten. Jedes Schiff wird bei Fertigstellung den Schablonen entsprechen und jedes Schiff kann vor wichtigen Regatten vermessen werden.

3.1.3 Keine hydrodynamische Veränderung an Kielkasten, Stromlinienverlauf oder Kielkastenbereich des Rumpfes sind erlaubt.

3.2 Gewicht: Das Gesamtgewicht des Schiffes inklusiv Standardrigg, Mast, Baum, Ruderanlage, Pinne, starrem  Baumniederholer, Spinnakerbaum und Standarteinrichtung darf nicht unter 1050 kg liegen. Alle herausnehmbaren Ausrüstungsgegenstände samt Sicherheitsausrüstung muss entnommen sein.

3.3 Rumpf

3.3.1 Rumpf, Deck, Inneneinrichtung und Kielkasten müssen aus glasfaserverstärkten Materialien in anerkannten Formen entsprechend den Bauvorschriften hergestellt worden sein.

3.3.2 Wantenpüttings werden mit den offiziellen Plänen übereinstimmen und dürfen nicht versetzt oder verändert werden.

3.4 Verbote

Folgendes ist nicht erlaubt:

3.4.1 Aushöhlen, Ausbohren, Umbauen und Ersetzen von Materialien, Umplatzieren und Verändern von Standartausrüstung, aerodynamische Veränderungen an der Außenseite des Bootskörpers, Verbesserungen der Massenträgheit oder Veränderungen an der Standardform. Jede Veränderung im Innenraum und an anderen Teilen um das Gewicht zu reduzieren, ist verboten.

3.4.2 Schleifen oder Verfüllen des Rumpfes um Rumpfform und Konturen zu verändern.

3.4.3 Hinzufügen oder Demontage von Bauteilen im Bereich des Großsegelsystems, des Spinnakersystems, spinnaker tack control, der Großsegelcunningham, des Travellers, des Achterstags, des Unterliekstreckers und Reffsystems. Am Grossegelsystem kann eine andere Untersetzung als 4:1 verwendet werden. Die maximale Untersetzung darf bei 6:1 liegen. Die Verwendung eines zweifach untersetzten Großsegelsystems ist erlaubt.

3.4.4 Die Versetzung von Beschlägen an Deck, am Mast, Großbaum oder unter Deck. Die Ausnahme ist die Edelstahlkonsole, welche die Großsegelklemme trägt, sie kann nach vor oder hinter den Traveller gedreht werden.


4 Kiel

4.1 Die Kielflosse wird nach den von der Klasse anerkannten Formen und entsprechend den anerkannten Laminierungsplänen gebaut.

4.2 Die Kielbombe wird aus Blei in der anerkannten Form gegossen.

4.3 Die Kielflosse und die Kielbombe wiegen gemeinsam  min. 400 Kg, max 420 kg.

4.4 Der Kiel ist aufholbar, muss während der Wettfahrt aber in einer voll ausgefahrenen Position verbolzt sein.

4.5 Die Kielflosse und Bombe dürfen nicht umgeformt, windschlüpfrig gemacht oder geschliffen werden, außer um oberflächliche Reparaturen durchzuführen, die von einem Klassenvertreter genehmigt werden müssen.

4.6 Kielflossen und –bombenschablonen werden vorhanden sein und wiederkehrende Vermessungen werden durchgeführt.


5 Ruder und Ruderpinne

5.1 Ruder und Ruderpinne werden in den anerkannten Formen nach dem anerkannten Laminierungsplan hergestellt.

5.2 Das Ruder ist mit zwei Scharnieren und zwei Bolzen am hinteren Querbalken befestigt.

5.3 Der Pinnenausleger darf nicht länger als maximal 1,2 m sein.

5.4 Das Ruder und die Pinne dürfen nicht umgeformt, windschlüpfrig gemacht oder geschliffen werden, außer um oberflächliche Reparaturen durchzuführen oder einen Unterwasseranstrich aufzutragen.

5.5 Klassenruderschablonen werden vorhanden sein und wiederkehrende Vermessungen werden durchgeführt.

5.6 In Abänderung von 5.2 dürfen auch aufholbare Ruder eingesetzt werden. Das Ruderblatt darf aber nicht verändert werden.


6 Mast

Beachte: Alle Bandvermessungen werden an der Vorderseite des Mastes vorgenommen und von der Oberkante der Mastfußplatte gemessen.

6.1 Der Mast steht auf dem Deck, in der Mittellinie im anerkannten Mastfuß und Endstück. Der Klappbolzen des Mastfußes befindet sich 3160mm, + oder - 12mm, achterlich des Stevens.

6.2 Die Ober- und Unterwanten treffen 3720mm, + oder – 10mm, achterlich des Stevens auf das Deck, gemessen in einer geraden Linie und sind 1110mm, + oder – 12mm, außerhalb der Mittschiffslinie. Beide Messungen werden von der Vorderkante der Wantenpüttings zur Mittschiffslinie gemessen.

6.3 Der Mast besteht aus Aluminium und darf nur von lizenzierten Herstellern gefertigt werden. Das minimale Profilgewicht beträgt 2,30 kg pro Meter und die minimale Maße sind: YY 150cm4, xx78 cm4.

6.4 Der Mast ist mit einem Salingspaar aus Aluminium ausgestattet, nur von klassenanerkannten Herstellern.

6.4.1 Die Salinge stehen in einem 16° Winkel nach hinten, so dass eine gespannte Leine von Salingsende zu Salingsende, angelegt an den Durchtrittspunkten der Oberwanten, von der Mastnut einen Abstand von 320mm, + oder – 15mm hat. Die Salinge sind in ihrer Position fixiert.

6.4.2 Die Höhe der Saling über der Baummessmarke beträgt 4010mm, + oder – 10mm.

6.5 Der Mast hat einen konstanten Durchmesser bis zu einer Höhe von 9450mm, + oder – 10mm, von der Endplatte gemessen. Die anschließende Verjüngung hat am Top einen Längsdurchmesser von 75mm, +/- 4mm und einen Querdurchmesser von 62mm, +/- 4mm.

6.5.1 Das Profil muss mindestens 120mm längsschiffs und mind. 84mm in der Breite messen.

6.5.2 Das Gesamtgewicht des Mastes mit Baum und allem stehenden und laufenden Gut (incl. Flaggen- und Reffleine) darf nicht unter 60 kg liegen.

6.5.3 Ein Paar Jumpstag ist folgendermaßen montiert: 20° von der Bootsquerlinie nach vorne zeigend, die Länge der Streben, 300mm, +/- 10mm vom Mast gemessen bis zum Strebenende, Jumpstagdrähte sind am Strebenende 640mm, +/- 10mm von einander entfernt. Die Streben sind 1770mm, +/- 15mm unterhalb der Unterkante der oberen Mastmarke.

6.6 Messmarken verschiedener Farben müssen am Mast wie folgt angebracht sein:

6.6.1 Baummessmarke mit einer Oberkante 750mm, +/- 5mm über der Oberkante der Mastendplatte.

6.6.2 Topmessmarke mit einer Unterkante genau 10450mm über der Oberkante der Baummessmarke.

6.7. Der Mastkopfkran kann mit einer Segellatte ausgestattet sein, die mit dem Backstag verbunden ist. Die Segellatte soll verwendet werden, um das Backstag vom Großsegel Achterliek fernzuhalten. Die Länge und Ausführung dieser Segellatte ist frei und kann mit einem Ring, Block oder Ähnlichem ausgestattet sein.


7 Mast Takelage

7.1 Das stehende Gut aus Stahl umfasst:

7.1.1 Zwei Hauptwanten, nicht dünner als 5mm im Durchmesser, in 1X19 Edelstahldraht. Sie sind in einer Höhe von 8400mm, +/- 10mm über der Baummessmarke angebracht.

7.1.2 Zwei Unterwanten, nicht dünner als 5mm im Durchmesser, in 1X19 Edelstahldraht. Sie sind in einer Höhe von 4000mm, +/- 10mm über der Baummessmarke angebracht.

7.2 Ein Vorstag, nicht dünner als 5mm im Durchmesser, in 1X19 Edelstahldraht. Sie sind in einer von 8560mm, +/- 10mm über der Baummessmarke angebracht. Das Vorstag kann ein Profil mit zwei Nuten tragen, welches anerkannt ist und eine Breite von 30mm nicht überschreitet. Der oberste Punkt der Fockfallrolle ist dauerhaft in einer Höhe von 8530mm, +/- 6mm über der Baummessmarke montiert. Das Fockfall muss einen Durchmesser von min. 8mm haben.

7.2.1 Das Vorstag darf eine Profilschiene mit doppelter Nut tragen, die eine Breite von 30 mm nicht übersteigt und deren Ausführung genehmigt ist.

7.2.2 Die Oberkante der Fockfallrolle muss fest installiert sein in einer Höhe von 8530mm + oder – 6 mm über der Baummessmarke. Die Fockfallrolle muss einen Durchmesser von mindestens 6 mm haben. Es ist erlaubt, am Fockfall eine mobile Laufrolle für eine maximale Untersetzung von 1:2 zu verwenden. Das feste Ende des Fockfalls darf nicht höher montiert sein als die Anschlussstelle des Vorstags am Mast.

7.3 Ein Backstag von mindestens 3 mm Durchmesser in normaler 1*19 Edelstahlausführung muss am Masttop befestigt sein. Die Einstellung des Backstags erfolgt über ein Blocksystem mit einer Untersetzung von 1:8.

7.4 Der oberste Punkt der 7/8 Spifallrolle ist dauerhaft in einer Höhe von 8600mm, +/- 6mm über der Baummessmarke montiert.

7.4.1 Der untere Bügel der Topspinnakerrolle ist dauerhaft in einer Höhe von 10410mm, +/- 10mm über der Baummessmarke montiert.

7.5 Das Großfall ist aus einer Leine, die mindestens 8mm im Durchmesser aufweist und darf auf Deck nur mit einem Schotstopper gehalten werden, der auf der Steuerbordseite des Kajütdaches montiert ist.


8 Großbaum

8.1 Der Großbaum besteht aus Aluminium und wird nur von klassenanerkannten Herstellern gefertigt. Das minimale Profilgewicht beträgt 2,3 kg pro Meter und die minimalem Maße betragen: YY125cm4,xx68cm4.

8.2 Verjüngte oder dauerhaft gebogene Bäume sind verboten.

8.3 Eine Messmarke in Kontrastfarbe wird in einem Abstand von 3800mm zur Mastnut ohne jeden Durchhang angebracht.


9 Spinnakerbaum

9.1 Der Spinnakerbaum besteht aus Aluminium oder aus folgenden Faserverbundstoffen: Kohlefaser (Carbon), Glasfaser, Aramid (Kevlar) oder einer Kombination dieser Fasern und ist von klassenanerkannten Herstellern gefertigt worden.

9.2 Der Spinnakerbaum hat eine konstante Länge und erstreckt sich nicht weiter als 3700 mm vom Mast weg nach vorne.


10 Segel

Allgemein

10.1 Was nicht ausdrücklich in diesen Regeln erlaubt wird, ist verboten!

10.2 Die Segel sind in Übereinstimmung mit den aktuellen IYRU Vermessungsregeln hergestellt und vermessen, ausgenommen den hierin genannten Abweichungen.

10.3 gelöscht

10.4 gelöscht


11 Großsegel

11.1 Konstruktion

11.1.1 Konstruiert ist das Segel als weiches, einlagiges Segel. Ein doppeltes Vorliek ist verboten.

11.1.2 Das Segel besteht vollständig aus dem gleichen gewebten Material. Die Gewebefasern bestehen aus Polyester. Kunstharzverstärkte Gewebe sind erlaubt. Alternativ können Polyesterschichtstoffe oder Polyesterfolien Laminate 8Inkl. Pentex) verwendet werden. Das Segel muss aus Bahnen gefertigt sein, 3DL Segel sind nicht erlaubt.

11.1.3 Das Segel hat maximal 4 gleichdimensionierte Lattentaschen im Achterliek. Die Mittellinie der 4 Lattentaschen müssen das Achterliek in 5 gleiche Teile +/- 50mm teilen. Die Lattentaschen dürfen nicht parallel oder senkrecht zum Achterliek verlaufen.

11.1.4 Folgendes ist erlaubt: Nähen, Kleben, Tapen, Bolzenleinen, Eckösen, Kopfband mit Beschlag, Cunninghamauge, Lattentaschenendkappen, Mast- und Baumrutscher, Liekleine mit Klemme, eine unlimitierte Fensterfläche, die gemäß 11.2 dieser Klassenregeln platziert ist, Label der Segelmachers, Lizenzknopf, Segelknopf, Spionfäden.

11.2 Abmessungen:

Vorlieklänge: max 10450mm

Unterlieklänge: max 3800mm

Achterlieklänge: max.11000 mm

Breite in ¼ Höhe max.3320 mm

Breite in ½ Höhe max.2530 mm

Breite in ¾ Höhe max.1470 mm

Breite 1250 mm vom Top max.740 mm

Topbreite max.150 mm

Tuchgewicht des Segelkörpers  Gewebe: min. 230 g/m²

                                               Folienlaminat: min 150g/m²

exept for a foot shelf not exceeding min. 300 mm in der Breite

erste Verstärkung 450 mm

zweite Verstärkung von den Eckmesspunkten 1400 mm

for flutter patches 150 mm

for chaffing patches 1400 mm

für Lattentaschenverstärkung  240 mm

Fensterfläche max. 2,5 m²

Minimaler Abstand des Fensters zum Segelhorn: 0 mm

Länge der Lattentaschen:

Oberste; kein Limit

Innen: Unterste Tasche max.1200 mm

Mittlere Taschen max.1200 mm 

Außen: Unterste Tasche max.1200 mm

Mittlere Taschen max.1200 mm

Taschenbreite: außen  max. 70 mm , innen max. 60 mm

11.3 Das Segel enthält mindestens ein Reff . Die Verstärkung des Legels, des Dreieckrings oder der Reffeinrichtung darf nicht weniger als 1000 mm betragen, in einer geraden Linie vom Schothorn gemessen.

11.4 Der Segelhals muss fixiert sein.

11.5 Das Unterliek muss in der Baumnut verlaufen.


12 Vorsegel, Fock 115%

12.1 Konstruktion

12.1.1 Konstruiert ist das Segel als weiches, einlagiges Segel

12.1.2 Das Segel besteht vollständig aus dem gleichen gewebten Material. Die Gewebefasern bestehen aus Polyester.  Alternativ kann Polyester Substrat / Polyesterfolienlaminat eingesetzt werden.

12.1.3 Das Achterliek darf nicht konvex sein.

12.1.4 Folgendes ist erlaubt: Nähen, Kleben, Tapen, Hanks, Eckösen, Cunninghamauge, Liekleine mit Klemme, eine unlimitierte Fensterfläche, die gemäß 11.2 dieser Klassenregeln platziert ist, Label der Segelmachers, Lizenzknopf, Segelknopf, Spionfäden.

12.2 Abmessungen (gemessen wie ein Vorsegel)

Vorlieklänge 9000 mm / 9745 mm

Achterliek 8700 mm / 9050 mm

Unterliek 3100 mm / 3645 mm

Topbreite max. 60 mm

Girth measurement on leech to shortest distance to

Kopf 860 mm

Mitte 1720 mm

Hals 2510 mm

Tuchgewicht der Segelkörpers Gewebe: 170g/m²

Substrate/Folie: 120g/m²

Erste Verstärkung 450 mm

Zweite Verstärkung der Eckmesspunkte 1350 mm

for flutter patches 150 mm

Fensterfläche max. 1,0 m²

Kürzeste Entfernung vom Fenster zu jeder Segelkante 0 mm


13 Vorsegel, Fock 85 %

13.1 Konstruktion

13.1.1 Konstruiert ist das Segel als weiches, einlagiges Segel

13.1.2 Das Segel besteht vollständig aus dem gleichen gewebten Material. Die Gewebefasern bestehen aus Polyester.

13.1.3 Das Segel hat maximal drei gleichlange Lattentaschen im Achterliek. Die Mittellinie der 3 Lattentaschen teilen das Achterliek in 4 gleiche Teile +/-50 mm. Die Lattentaschen sind weder parallel noch senkrecht zum Achterliek. Die oberste Latte mit einer Länge von nicht mehr als 600 mm, die beiden darunter mit einer Länge von nicht mehr als 500 mm. Die maximale Breite der Lattentaschen beträgt 60mm.

13.1.4 Das Achterliek ist nicht konvex.

13.1.5 Folgendes ist erlaubt: Nähen, Kleben, Tapen, Hanks, Eckösen, Cunninghamauge, Liekleine mit Klemme, ein Fenster, Label der Segelmachers, Lizenzknopf, Segelknopf, Spionfäden.

13.2 Abmessungen (gemessen wie ein Vorsegel)

Vorlieklänge 9200 mm / 9500 mm

Achterliek 8000 mm / 8750 mm

Unterliek 2600 mm / 3000 mm

Topbreite max. 60 mm

Girth measurement on leech to shortest distance to luff(Vorliek)

Kopf 700 mm

Mitte 1400 mm

Hals 2120 mm

Tuchgewicht des Segelkörpers 250 g/m²

Zweite Verstärkung der Eckmesspunkte 1350 mm

for flutter patches 150 mm

Fensterfläche 0,5 m²

Kürzeste Entfernung vom Fenster zu einer Segelkante 550 mm

 

14 Schwerwetterfock

14.1 Konstruktion

14.1.1 Konstruiert ist das Segel als weiches, einlagiges Segel

14.1.2 Das Segel besteht vollständig aus dem gleichen gewebten Material. Die Gewebefasern bestehen aus Polyester.

14.2 Abmessungen (gemessen wie ein Vorsegel)

Vorlieklänge 5500 mm / 8000 mm

Achterliek 4300 mm / 6600 mm

Unterliek 2300 mm / 2660 mm

Topbreite max. 60 mm

Tuchgewicht des Segelkörpers 280 g/m²

14.3 Das Segel hat maximal 2 gleichlange Lattentaschen im Achterliek, beide nicht länger als 400 mm.

 

15 Spinnaker 7/8

15.1 Konstruktion

15.1.1 Konstruiert ist das Segel als weiches, einlagiges Segel

15.1.2 Das Segel besteht vollständig aus dem gleichen gewebten Material. Die Gewebefasern bestehen aus Polyester oder Polyamide.

15.1.3 Folgendes ist erlaubt: Nähen, Kleben, Tapen, Eckösen, Bergeleinenösen, Label der Segelmachers, Lizenzknopf, Segelknopf, Spionfäden.

15.2 Abmessungen (gemessen als Spinnaker)

Lieklänge 9600 mm / 9700 mm

Unterlieklänge 6200 mm / 6300 mm

Mittellinie 10300 mm

Tuchgewicht des Segelkörpers min. 38 g/m²

Erste Verstärkung 450 mm

Zweite Verstärkung der Eckmesspunkte 1350 mm

für Spinnakerbergepunkt 500 mm

 

16 Topspinnaker

16.1 Konstruktion

16.1.1 Konstruiert ist das Segel als weiches, einlagiges Segel

16.1.2 Das Segel besteht vollständig aus dem gleichen gewebten Material. Die Gewebefasern bestehen aus Polyester oder Polyamide.

16.1.3 Folgendes ist erlaubt: Nähen, Kleben, Tapen, Eckösen, Bergeleinenösen, Label der Segelmachers, Lizenzknopf, Segelknopf, Spionfäden.

16.2 Abmessungen (gemessen als Spinnaker)

Lieklänge 11500 mm / 12400 mm

Unterlieklänge 6250 mm / 7750 mm

Mittellinie 13400 mm

Halbe Breite 6250 mm / 7400 mm

Tuchgewicht des Segelkörpers min.30 g/m²

 

17 Klassenzeichen, Nationalitätskennzeichen und Segelnummern

17.1 Das Klassenzeichen, Segelnummer und Nationalitätskennzeichen sind in Übereinstimmung mit IYRR 25, ausgenommen die hierin genannten Abweichungen.

17.2 Zahlen und Buchstaben haben folgende Maße:

Höhe 300 mm

Breite (Ausnahme Zahl „1“ und Buchstabe „l“) 200 mm

Stärke 45 mm

Laufweite zwischen angrenzenden Zahlen und Buchstaben 45 mm

17.3 Das Klassenzeichen soll in seinen Abmessungen und Bedingungen mit dem detaillierten Diagram im Anhang dieser Regeln übereinstimmen. das Klassenzeichen wird nicht in den Vorsegeln gezeigt.

 

18 Zusätzliche Regeln

18.1 Es dürfen nur Segel verwendet werden, die diesen Regeln entsprechen. Die Segelanweisungen oder die nationale Klassenvereinigung können den Gebrauch des Topspinnakers in der Regatta verbieten. Diese Einschränkung kann für jedes Rennen erlassen werden.

18.2 Bei einer Regatta dürfen nur ein Großsegel, drei Vorsegel, ein Top-Spinnaker und ein 7/8 Spinnaker mitgeführt werden.

18.3 Das Großsegel wird so gesetzt, dass der höchste sichtbare Punkt des Kopfes unterhalb der Unterkante der oberen Mastmessmarke und der achterlichste Punkt des Schothorns innerhalb der Baummessmarke liegt.


19 Ausrüstung und Ausstattung, die bei der Regatta mitgeführt werden muss.

19.1 Zwei Vorsegelschienen, jede nicht länger als 1200mm, +/- 10 mm, die so montiert sind, dass das vordere Ende der Schiene 2800 mm,+/- 10 mm hinter dem Vorsteven beginnt.

19.1.1 Die Fockschienen sind auf der Kante zwischen Deck und Kajüte montiert.

19.1.2 Nur eine Backbord- und Steuerbordschiene sind erlaubt.

19.1.3 Zwei auf der Fockschiene montierte Schlitten. Es ist erlaubt, die Schlitten auf der Schiene mit einer Laufrolle und freier Untersetzung zu bewegen. Die Schlitten können mit beliebigen Leinen oder Gummileinen bewegt werden.

19.1.4 Keine andere Art der Fockschotführung ist zulässig.

19.2 Eine Travellerschiene für das Großsegel

19.3 Zwei Genuawinchen, zweigang, 1:32.  Selbstholewinchen sind erlaubt

19.4 Liegeflächen, ausgestattet mit Polstern, wie standardmäßig vom Hersteller geliefert.

19.5 Eine Handbilgepumpe mit einer Mindestleistung von 50 L /min., im Cockpit montiert.

19.6 Der Ballastkiel darf während den Wettfahrten nicht bewegt werden. Er muss in der untersten Position verbolzt sein.

19.7 Es ist erlaubt, einen beschlag auf dem Vordeck in der Mittellinie +/- 100mm zu montieren. Die Position des Beschlags zwischen Mast und Vorstags ist frei wählbar. Die Höhe des Beschlags darf max. 100mm betragen.


20 Zusatzausstattung

20.1 Folgendes ist zur Wettfahrt erlaubt, einiges davon kann als obligatorisches Zubehör von der Wettfahrtleitung oder der nationalen Klassenvereinigung vorgeschrieben werden.

20.2 Eine geprüfte persönliche Rettungsweste für jedes Crewmitglied an Bord des Schiffes während der Wettfahrt.

20.3 Ein Eimer von mindestens 10l Volumen.

20.4 Ein Außenbordmotor der in der Zeit zwischen Vorbereitungssignal und Wettfahrtende nicht montiert sein darf. Er muss in dieser Zeit in der Motorkoje verstaut sein.

20.5 Eine beliebige Rollfockanlage samt Zubehör.

20.6 Eine komplette Motorhalterung, die vom Heckspiegel entfernt werden darf.

20.7 Eine sicher befestigte Batterie mit einem Elektronikpaneel.

20.8 Einen magnetischen Kompass

20.9 Weitere Sicherheitsausrüstung gemäß lokalen Seefahrtsvorschriften

20.10 Ein mechanischer Windanzeiger im Masttop mit oder ohne Beleuchtung.

20.11 Elektronisches Gerät um die Geschwindigkeit, Tiefe oder Entfernung, Windgeschwindigkeit und Richtung zu messen. GPS.

20.13 Ein Zweiwege Funkgerät mit Antenne

20.14 Schaum- oder Kunststoffkissen können den Rettungsleinen beigefügt werden.

20.15 Fußauflage auf dem Heckreitbalken

20.16 Ein Sturm-Großsegel (als Sicherheitsausstattung), das während der Regatta nicht benutzt werden darf (vom Ankündigungssignal bis zum Wettfahrtende).


21 Mannschaftsgewicht

Das Gesamtgewicht der Mannschaft, gemessen in Badebekleidung darf 420 kg nicht übersteigen.